Messschieber zum Ausmessen von Uhrenteilen

Funktion, Ratschlaege, Fragen,.....
Wichtige Hinweise
Falls hier theoretische Hilfen angeboten werden, so sollen und können sie keinen Uhrmacher ersetzen. Sie sind ohne jede Garantie oder Gewähr und jeder muss selbst wissen, was er sich zutrauen kann und dass man mit einem Selbstversuch evtl. leichtfertig die Uhr zerstören könnte. Vor allen Dingen wertvolle Uhren gehören in die Hand eines Fachmanns. Vielleicht sogar eines Fachmanns hier aus dem Forum. Laien sollten unbedingt den oben angepinnten Hinweis über Uhrenfedern lesen.

Messschieber zum Ausmessen von Uhrenteilen

Beitragvon Xelor » Mo 27. Mär 2017, 09:06

Liebe Uhrenfreunde,

ich werde in nächster Zeit ein paar Uhrenteile ausmessen müssen. Könnt ihr mir hierzu einen Messschieber empfehlen? Analog oder digital? Wäre gut, wenn man damit sehr kleine Teile aber auch größere Abstände messen könnte (Federhaus einer Tischuhr etc.). Preismäßig gibt es hier ja auch von - bis. Möchte etwas Anständiges haben, sollte aber auch nicht zu teuer sein. Über Ratschläge würde ich mich sehr freuen.

Habe hier mal ein paar Vorschläge:

Digital
https://www.amazon.de/Burg-W%C3%A4chter ... chieblehre

Analog:
https://www.amazon.de/Mahr-Taschen-Mess ... chieblehre

Taugen die voraussichtlich was?

Danke und Grüße
Mitglied DGC / KUK - Kölner Uhrenkreis
Xelor
 
Beiträge: 63
Registriert: Mo 21. Okt 2013, 19:06

Re: Messschieber zum Ausmessen von Uhrenteilen

Beitragvon steffl62 » Mo 27. Mär 2017, 11:48

Ich bevorzuge die mit Nonius, da bekommt man beim Ablesen auch gleich ein Gefühl für das was man da misst. Bei den digitalen glauben viele Leute das sie damit die 1/100mm auch messen könnten die Ihnen die Anzeige vorgaukelt.

lg Christian
.
Fragen, Korrekturen und Ergänzungen zu meinen Beiträgen sind ausdrücklich erbeten und gewünscht!
steffl62
 
Beiträge: 605
Registriert: Sa 21. Aug 2010, 09:47
Wohnort: Wien

Re: Messschieber zum Ausmessen von Uhrenteilen

Beitragvon Der_Stromer » Mo 27. Mär 2017, 15:03

Ich bleibe beim Messen, wo es genau sein muss, lieber bei meiner alten, mechanischen Schieblehre. Die geht bis auf 1/20 mm genau. Wenn man es genauer haben möchte, gibt es eigentlich nur noch die Messschraube mit 1/100 mm. Das "Elektronische" Gedöns ist gut, wenn man angeben will, aber damit messen????? Das liegt dann so bei "Wer viel misst, misst meist viel Mist" :mrgreen:

Natürlich gibt es auch elektronische Messgeräte, die absolut genau sind. Aber ehrlich: Die kann und will ich nicht bezahlen, weil ich sie einfach nicht ausnutzen kann. Oder wer bezahlt für einen elektronischen Messschieber mit 1/100 mm Genauigkeit und digital schon gerne um die 1500,- Euronen?

Also, bis 1/100 mm reicht es alle mal, eine gute mechanische Messschraube zu benutzen, die dann aber auch genau nach Bedienungsanleitung benutzt werden soll. Und das fängt schon beim Anfassen an.

Eine Frage sei mir aber dann gestattet: Wo muss man den genauer als 1/100 mm bei Uhren messen?

Ps.: Bei beiden Messgeräten von AMAZON fehlt mir schon mal der Hinweis auf DIN 862. Oder habe ich da was übersehen?
Hallo aus der Oberpfalz
Rolf-Dieter, der Stromer

http://www.rolf-dieter-reichert.de
Benutzeravatar
Der_Stromer
 
Beiträge: 571
Registriert: Fr 11. Jan 2013, 10:21
Wohnort: 92272 Freudenberg (Oberpfalz)

Re: Messschieber zum Ausmessen von Uhrenteilen

Beitragvon Schorsch » Mo 10. Jul 2017, 19:42

Hallo TS,
ich hab da mal eine bescheidene Frage, wozu dient das Ergebnis, wenn Du mal " ein paar Uhrenteile " vermessen hast ?
MfG Schorsch
Schorsch
 
Beiträge: 134
Registriert: Sa 5. Jul 2014, 01:53

Re: Messschieber zum Ausmessen von Uhrenteilen

Beitragvon Taloon » Sa 15. Jul 2017, 21:38

Ich verwende seit meiner Ausbildung einen digitalen Meßschieber von Mitutoyo.

Unser Werkstatt-Lehrer war auch der Ansicht, das Teil könnte ja gar nicht so genau messen, wie es anzeigt. Haben wir dann aber mit einem Satz Endmaße überprüft und siehe da, der war doch höchst präzise.
Benutzeravatar
Taloon
 
Beiträge: 186
Registriert: Di 24. Aug 2010, 21:35
Wohnort: Kiel

Re: Messschieber zum Ausmessen von Uhrenteilen

Beitragvon steffl62 » So 16. Jul 2017, 08:16

Taloon hat geschrieben:Ich verwende seit meiner Ausbildung einen digitalen Meßschieber von Mitutoyo.

Unser Werkstatt-Lehrer war auch der Ansicht, das Teil könnte ja gar nicht so genau messen, wie es anzeigt. Haben wir dann aber mit einem Satz Endmaße überprüft und siehe da, der war doch höchst präzise.

Das kann bei einem einzelnen Gerät zu einem bestimmten Zeitpunkt schon mal sein aber es ist nicht gesagt das das an einem anderen Tag oder mit einem anderen Gerät des selben Typs auch so ist.
Ich hab mal als Faustregel gelernt das das verwendete Messgerät immer um eine Kommastelle genauer messen können sollte als das gewünschte Ergebnis. Ich halte mich an die Regel für 10tel Millimeter mit der Schiebelehre und für 100tel Millimeter mit der Mikrometerschraube (oder auch einer Messuhr). Speziell bei allen digitalen Anzeigen gibt es noch eine zusätzliche Ungenauigkeit von +/- 1 Digit an der letzten Stelle aufgrund des A/D-Wandlers.

lg Christian
.
Fragen, Korrekturen und Ergänzungen zu meinen Beiträgen sind ausdrücklich erbeten und gewünscht!
steffl62
 
Beiträge: 605
Registriert: Sa 21. Aug 2010, 09:47
Wohnort: Wien


Zurück zu Technik und Reparatur..

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Bing [Bot] und 1 Gast

cron