Anreibeziffern zur Zifferblatt-Reparatur

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Anreibeziffern zur Zifferblatt-Reparatur

Beitragvon Flusianer » Sa 29. Apr 2017, 10:30

Da ich auf meine Anfrage zur Zifferblattrestaurierung bisher keine Vorscläge erhalten habe will ich es jetzt selbst versuchen.
Meine alten Letraset-Ziffern haben leider ihre Klebekraft verloren (ca 30 Jahre alt), deshalb muß
ich Neue kaufen; aber wo? Im Internet sind keine passenden Angebote zu finden.

Wer hat Vorschläge?

Viele Grüße von Flusianer
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Re: Anreibeziffern zur Zifferblatt-Reparatur

Beitragvon walter der jüngere » Sa 29. Apr 2017, 21:06

Hallo,

also mit Anreibebuchstaben bzw. Anreibeziffern wird das Ergebnis sicher nicht dem Original entsprechen.
Denn da wurden die Ziffern mit Tusche ausgelegt. Oder mit Lack.

Ziffferblattrestauratoren machen so etwas ständig - und die Ergebnisse sind hervorragend.
Mit sehr viel Feingefühl, ruhiger Hand, entsprechender Übung und passendem Rüstzeug (extrem feiner Pinsel, Lupe, sehr dünnem Lack und gut dosiertem Lösungsmittelträger) kann man das aber auch selbst einigermaßen gut hinbekommen.

Am besten man übt vorher auf sehr ähnlichem Material - und erst wenn man sich der Sache und der Optik (Glanz...) absolut sicher ist, geht man an das Original.

Viel Erfolg!

Walter d. J.
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Re: Anreibeziffern zur Zifferblatt-Reparatur

Beitragvon Flusianer » So 30. Apr 2017, 11:47

Hallo Walter d.j.,

Du hast recht. Mein Ergebnis mit Anreibeziffern ist nicht zufriedenstellend. Ich würde gerne einen
Zifferblattrestaurator kontaktieren, kenne aber keinen. Kannst Du mir einen benennen?

Grüße von
Flusianer
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Re: Anreibeziffern zur Zifferblatt-Reparatur

Beitragvon Schorsch » Mo 15. Mai 2017, 18:17

Hallo,
wie sieht das Orginalzifferblatt aus ? Wenn die Ziffern nur aufgedruckt sind, mache ich ein Foto, welches ich dann mit einem Vectorprogramm restauriere. Damit habe ich erstmal den Orginalzustand erhalten. Ist zwar eine Riesenarbeit, aber das Ergebnis durchaus sehenswert. Ein Taschenuhr- Zifferblatt habe ich so restauriert (Silber)und etwa 0,1 tief ausgefräst mit einem kleinen Stichel so etwa 0,06 mm Schneidenbreite. Bei einem Winkel von 10 Grad ist bei der Tiefe auch die Strichbreite nur unwesentlich breiter. Da war die Maschine zwar einige Stunden beschäftigt, alle Taschen zu fräsen, aber das Ergebnis war blitzsauber, sowohl die Ziffern als auch die Minuterie. Danach habe ich das Zifferblatt schwarz rhodiniert und anschließend wieder poliert und gebürstet. So hält die Schwärzung ewig und übersteht auch aggressive Reinigungen. Die Vectordatei kann dann aber auch für eine Lasergravur oder ein Siebdruckverfahren benutzt werden.
Gruß vom
Schorsch
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