Vorstellung und Fragen zu Standuhr

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Re: Vorstellung und Fragen zu Standuhr

Beitragvon steffl62 » So 19. Mär 2017, 15:27

Minzbonbon hat geschrieben: ...Zusätzlich gibt es das Problem, dass die Zapfen total vermacht sind, sie haben bis zu 5/10 mm Dickenunterschied senkrecht gegen waagerecht gemessen, die sind nicht mehr zu retten, wenn ich die schleife, bis sie richtig rund sind, werden die viel zu dünn...

Könnte es sein das bei dem Werk sogenannte "Fasselzapfen" wie bei den Schwarzwälderuhren verwendet wurden?
IMG_20170319_142401.jpg


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Re: Vorstellung und Fragen zu Standuhr

Beitragvon Minzbonbon » So 19. Mär 2017, 17:56

Ist ja interessant, dass es die bei Uhren gibt, das wusste ich gar nicht. Die können offenbar genau wie Tonnenlager Fluchtfehler ausgleichen, was bei Holzuhren wegen des Arbeitens des Holzes wohl auch anzuraten ist.
Was meine Ankerwellenzapfen angeht, die genaue Form ist nicht mehr zu erkennen, ich glaube aber nicht an Fasselzapfen, es ist jedenfalls auch unter der Lupe nichts davon zu sehen. Es wäre ja bei Eisenplatinen auch kaum nötig, sich gegen manchmal auftretende Fluchtfehler zu wappnen. Die Zapfen sind jedenfalls unregelmäßig unrund verschlissen. Die laufen ja nicht vollständig um wie die Wellen der Trieb/Zahnräder und werden immer ringsum gleich belastet / verschlissen, sondern arbeiten immer nur mit Druck auf den gleichen Stellen, wo sie dann verschleißen.
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Re: Vorstellung und Fragen zu Standuhr

Beitragvon Minzbonbon » Di 21. Mär 2017, 21:18

Guten Abend,

ich habe den Anker von der Welle gelötet und so sieht das jetzt aus. Nach der Trennung habe ich die dicken Grate weggefeilt und die Welle so weit wie möglich gerichtet. Als nächsten Schritt werde ich die Zapfen entfernen, in die Welle 2mm-Bohrungen einbringen und neue Zapfen einsetzen. Wenn der neue Anker dann fertig ist, kann ich den ja mit einer Madenschraube von unten gegen die Fläche verschrauben, die Madenschrauben gibt es ja auch mit Spitze oder Ringgrat, damit sollte sich eigentlich dann nichts lösen.

LG - Minzbonbon
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Re: Vorstellung und Fragen zu Standuhr

Beitragvon Minzbonbon » Mi 22. Mär 2017, 21:46

So, kurzes update, die Welle hat nun neue Zapfen und läuft in dafür nachgearbeiteten Lagern wie geölt, das (leere) Pendel schwingt seeehr schööön lange aus.
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Re: Vorstellung und Fragen zu Standuhr

Beitragvon Minzbonbon » Sa 1. Apr 2017, 12:02

Guten Morgen zusammen,

ich habe jetzt richtig gut passende alte Spandrels für meine Uhr. Sie sind aus Zinn und waren vermutlich irgendwo auf einer hölzernen Front aufgeleimt, ich musste die Reste von Leim und Holz mühsam entfernen. Zwei Fragen habe ich dazu: 1. Die "Vergoldung" ist ziemlich abgestoßen und muss erneuert werden. Hat jemand Erfahrung mit Gold Effektlack zu Sprühen? Ich weiß, ich weiß, das ist nicht sehr original, aber ich wüsste gar nicht, wo man und zu welchem Preis man die richtig vergolden lassen könnte. Oder hat einer von Euch da eine Adresse? 2. Wie befestige ich die Verzierungen? Es sind in der Front ca. 4,5 mm große Löcher vorhanden genau hinter den Verzierungen, durch die wohl ehemals welche befestigt waren, aber wie genau haben die das eigentlich damals gemacht? Schrauben, nieten, löten, kleben? Löcher oder Gewindebohrungen sind in den Spandrels nicht vorhanden.

Schönen Samstag noch von Minzbonbon
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Re: Vorstellung und Fragen zu Standuhr

Beitragvon Gnomus » Sa 1. Apr 2017, 20:55

Manchmal wurden an Verzierungsteile, oder Teile von Zifferblättern, Blechstreifen (Messing?) angelötet, die hinter der Blindplatine oder der Gehäusewand umgeknickt wurden. Ob das für die Spandrels auch zutrifft, weiß ich nicht. Da die aber normalerweise nichts aushalten müssen, sollte so eine Befestigung ausreichen.
Gruß
Micha
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Re: Vorstellung und Fragen zu Standuhr

Beitragvon clavicembalist » Mo 3. Apr 2017, 11:47

Bei meiner ersten Standuhr mit ähnlichem Zifferblatt waren die Verzierungen mit sehr kleinen Schrauben verschraubt.

Wenn das "Gold" nicht mehr schön ist, poliere die Teile auf und galvanisieren sie neu. Das funktioniert wunderbar. Es gibt auch verschiedene Goldtöne dafür.

Lg
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